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songs of praise

Felix Mendelssohn
Lobgesang op. 52
Ausschnitte aus dem Oratorium Paulus op. 36

Freitag, 28. Oktober 2016, 19.30 Uhr, Konzertsaal KKL Luzern

Die wohl unbekannteste Sinfonie Mendelssohns, der Lobgesang op. 52, ist überraschenderweise seine gewichtigste, nimmt sie doch in seinem sinfonischen Schaffen einen besonderen Stellenwert ein: die Verbindung von sinfonischen mit vokalen Sätzen führt unvermeidlich zu Vergleichen mit Beethovens 9. Sinfonie. Dies führte verständlicherweise zu kritischen und kontroversen Beurteilungen und Wertschätzungen des Werkes. Als «jubelnde Danksagung» war das Auftragswerk ursprünglich für die Feierlichkeiten anlässlich der 400-jährigen Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg entstanden. Inhaltlich dominiert der Triumph des Lichtes über die Dunkelheit die Sinfonische Kantate. Als Enkel des jüdischen Philosophen und Aufklärers Moses Mendelssohn unterstrich der Komponist damit seine Identität als Neuchrist und lutherischer Musiker, der tief in der Tradition Bachs verwurzelt war.
Die einleitende Orchester-Sinfonia ist eine durchkomponierte, dreisätzige Eröffnung, die in eine Kantate mit neun Sätzen einmündet. Festlichkeit, strahlende Chorsätze und romantische, solistische Teile prägen das faszinierende Werk. So verwundert es nicht, dass das Publikum der Erstaufführung 1840 in England, wie traditionellerweise beim «Halleluja» in Händels Messias, spontan aufstand. Das Werk zeigt auch beispielhaft, wie der Abstand zwischen Kirche und Konzertsaal symbolisch überbrückt wird.

Ausführende
Vokalensemble Luzern
Orchester Santa Maria
Maria Bernius, Sopran
Dorothea Frisch Sopran
Nino Aurelio Gmünder, Tenor
Hansjakob Egli, Leitung

Flyer im PDF-Format zum Download

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