Logo Vokalensemble Luzern
40 Jahre Vokalensemble Luzern

Sonntag, 05. Februar 2023, Konzertsaal KKL Luzern, 18.30 Uhr

Johannes Brahms Ein deutsches Requiem op. 45
Robert Schumann Konzert für Klavier und Orchester op. 54

Robert und Clara Schumann, Johannes Brahms: eine ungewöhnliche Dreiecksbeziehung
«Das ist wieder einmal einer, der kommt wie eigens von Gott gesandt!» – Das schreibt Clara Schumann über Johannes Brahms. Es wird ein Briefwechsel, der die «Freundschaft, Liebe, Lust und Leidenschaft» zwischen Robert und Clara Schumann sowie Johannes Brahms dokumentiert.
Der junge Brahms lernt die bereits erfolgreichen Robert und Clara Schumann 1853 kennen. Man schliesst Freundschaft und schätzt sich auch künstlerisch. Doch Brahms hat sich in Clara verliebt, was er erst nach dem Tod des Ehemanns gesteht. Zusammen finden die beiden nicht, zu treu ist Clara dem verstorbenen Robert. Und Schumann, zeitweise gar ein «Mentor» von Brahms, lobt den jungen Komponisten enthusiastisch in seiner Zeitschrift: «Und er ist gekommen, ein junges Blut, an dessen Wiege Grazien und Helden Wache hielten. Er heisst Johannes Brahms, kam von Hamburg, dort in dunkler Stille schaffend, aber von einem trefflichen und begeistert zutragenden Lehrer gebildet in den schwierigsten Satzungen der Kunst. Er trug, auch im Äusseren, alle Anzeichen an sich, die uns ankündigen: das ist ein Berufener. Am Clavier sitzend, fing er an wunderbare Regionen zu enthüllen. Wir wurden in immer zauberischere Kreise hineingezogen. Dazu kam ein ganz geniales Spiel, das aus dem Clavier ein Orchester von wehklagenden und lautjubelnden Stimmen machte. Es waren Sonaten, mehr verschleierte Symphonien, – Lieder, deren Poesie man, ohne die Worte zu kennen, verstehen würde, einzelne Clavierstücke, teilweise dämonischer Natur von der anmutigsten Form, – dann Sonaten für Violine und Clavier, – Quartette für Saiteninstrumente, – und jedes so abweichend vom andern, dass sie jedes verschiedenen Quellen zu entströmen schienen. Wenn er seinen Zauberstab dahin senken wird, wo ihm die Mächte der Massen, im Chor und Orchester ihre Kräfte leihen, so stehen uns noch wunderbarere Blicke in die Geheimnisse der Geisterwelt bevor. Seine Mitgenossen begrüssen ihn bei seinem ersten Gang durch die Welt, wo seiner vielleicht Wunden warten werden, aber auch Lorbeeren und Palmen; wir heissen ihn willkommen als starken Streiter!»

Zahlreiche Programmzettel zeigen, wie Brahms sich später auch als Interpret für Schumanns Klavierwerk engagiert hat.

Ausführende
Marian Rosenfeld, Klavier
Marysol Schalit, Sopran
Alexandre Beuchat, Bariton
Orchester Camerata Musica Luzern
Vokalensemble Luzern
Hansjakob Egli, Leitung